Rauschen: Echos einer Institution

ifa-Galerie Berlin, 26. Juni – 27. September 2026

Rauschen: Echos einer Institution "Straße I", Uwe Pfeiffer (1979) © VG Bild-Kunst, Bonn 2026; Foto: die arge lola

Den Blick scharf stellen: Vor welchem politischen und gesellschaftlichen „Rauschen“ kann die Arbeit des Zentrums für Kunstausstellungen der DDR (ZfK) betrachtet und heute vermittelt werden? Welche Intentionen waren mit der Arbeit verbunden? Was wurde zwischen den Zeilen kommuniziert, ging jedoch unter – und was war von ganz großer Bedeutung? Der Medientheoretiker Friedrich Kittler sieht im „Rauschen“ den Moment, in dem das Medium, also das System sich selbst zeigt – nicht mehr nur als transparenter Träger von Botschaften, sondern als Struktur. Für die Ausstellung in der ifa-Galerie steht das „Rauschen“ für eine vielstimmige Wiedergabe. Archivarische, wissenschaftliche und künstlerische Auseinandersetzungen lassen unmittelbar ein Bild eines bis dato nicht umfassend betrachteten, international und kulturpolitisch eingebetteten Kapitels der Kunstgeschichte entstehen.

Dabei wird anhand ausgewählter Ausstellungen – u. a. „HAP Grieshaber“, „Das Tecuna Projekt“ von Karla Woisnitza und „Rauschenberg Overseas Cultural Interchange (ROCI)“ – ein Blick auf die Tätigkeit des ZfK sowie auf die beiden Berliner ZfK-Galerien geworfen.

Werke aus der Sammlung des Zentrums für Kunstausstellungen der DDR und des ifa – Institut für Auslandsbeziehungen (8/22)

Eröffnung: Donnerstag, 25. Juni 2026, 18 Uhr
Ausstellung: 26. Juni – 27. September 2026

Mit Werken von Nadja Abt, Gerhard Altenbourg, Alfred Beier-Red, Henryk Berg, Anna Bromley, Hermann Glöckner, Gotthard Graubner, HAP Grieshaber, Heidrun Hegewald, Irmgard Horlbeck-Kappler, Katharina Mercedes Marszewski, Karl Erich Müller, Uwe Pfeifer, Sigmar Polke, Nuria Quevedo, Robert Rauschenberg, Hans Theo Richter, Werner Schinko, Emil Stumpp, Günther Uecker, Suse Weber, Karla Woisnitza

Kuratiert von Susanne Weiß in Zusammenarbeit mit Nadja Abt, Swantje Greve, Lucia Schreyer und Petronela Soltesz

Szenografie: Eran Schaerf

Publik Machen

Zu Arbeit und Wirken des Zentrums für Kunstausstellungen der DDR

Die sechsteilige Ausstellungsreihe Publik Machen im Jahr 2026 des ifa – Institut für Auslandsbeziehungen findet in Kooperation mit der Wüstenrot Stiftung statt. Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds. Die Ausstellungsreihe in Berlin, in Kooperation mit der ifa-Galerie Berlin, dem Schloss Biesdorf, dem Kunstverein Ost - KVOST, der Prater Galerie und der Galerie im Turm, wird durch den Hauptstadtkulturfonds gefördert.

Mehr zum Zentrum für Kunstausstellungen:

Produktive Unruhe

Kunst, Publikum und Alternativkultur im Spannungsfeld der IX. und X. Kunstausstellung der DDR in den 80er Jahren

Das Zentrum für Kunstausstellungen und das ifa

Was ist die geteilte Geschichte der Sammlung des ifas?

Künstlerisch-Kuratorische Forschung zum ifa-Kunstbestand

Was ist aus dem Kunstbestand des ZfK heute geworden?

Die Künstler:innen des ZfK

Die Werke welcher Künstler:innen wurden im Auftrag der DDR gesammelt und ausgestellt?