Publik Machen: Zu Arbeit und Wirken des Zentrums für Kunstausstellungen der DDR.
Eine Ausstellungsreihe im Jahr 2026 des ifa – Institut für Auslandsbeziehungen in sechs Kapiteln in Kooperation mit der Wüstenrot Stiftung.
Eine Ausstellungsreihe im Jahr 2026 des ifa – Institut für Auslandsbeziehungen in sechs Kapiteln in Kooperation mit der Wüstenrot Stiftung.

Die 1980er Jahre waren auch in Dresden eine bewegte und unruhige Zeit, voller Widersprüche, Auseinandersetzungen und Neuanfänge. Welche Ausdrucksformen konnten sich durchsetzen und welche neuen Beziehungen entstanden zwischen Kunst und Publikum diesseits und jenseits staatlicher Lenkung? Die Ausstellung Produktive Unruhe nimmt ausgewählte Positionen der Kunst, der Fotografie und der Alternativkultur dieser Zeit als Resonanzraum sich anbahnender gesellschaftlicher Veränderungen in den Blick.

Das 1973 als staatliche Einrichtung gegründete Zentrum für Kunst (ZfK) gestaltete in den 17 Jahren seiner Tätigkeit maßgeblich den Kulturaustausch der DDR mit. Nach dessen Auflösung ging der graphische Teil der Sammlung mit ca. 10.000 Werken an das ifa über. Die Aufarbeitung macht institutionelle Strukturen der ostdeutschen (Auswärtigen) Kulturpolitik sichtbar und lässt Zeitzeugen zu Wort kommen.

Von der "Weltreise" zu den "Traces of Interest". In drei groß angelegten Ausstellungsprojekten befasst sich das ifa seit 2013 mit der eigenen Kunstsammlung und speziell dem darin enthaltenen grafischen Bestand von etwa 10.000 Werken des Zentrum für Kunst der DDR (ZfK).

Die Betrachtung der Werke aus dem Bestand des Zentrum für Kunstausstellungen zeigt Kontinuitäten und Brüche sowie Einflüsse und Beziehungen, die deutlich machen, dass Künstler:innen in der DDR nicht nur systemtreu oder konform arbeiteten, sondern entgegen der Widerstände auch ihren Platz im Dazwischen gefunden haben. Elf der hinter dieser Kunst steckenden Künstler:innen stellt das ifa vor.
