Publik Machen
Zu Arbeit und Wirken des Zentrums für Kunstausstellungen der DDR

„Wenn ich jemandem gegönnt hätte, dass er noch erlebt, dass die Mauer offen ist, dann Annemirl. Weil die so reiselustig war [...] Sie war wirklich ihr ganzes Leben lang so ein Vogel, der gegen den Käfig fliegt.“
Im Rahmen der sechsteiligen Ausstellungsreihe Publik Machen: Zu Arbeit und Wirken des Zentrums für Kunstausstellungen der DDR des Instituts für Auslandsbeziehungen (ifa) bringt die letzte Ausstellung der Reihe zwei außergewöhnliche Künstlerinnen und politische Aktivistinnen zusammen: Annemirl Bauer und Bärbel Bohley. Beide forderten das repressive DDR-System offen heraus und gerieten dafür in Konflikt mit dem Staat und seinen Einrichtungen. Von Annemirl Bauer befindet sich kein Werk im Bestand des ZfK; Bärbel Bohley ist mit drei Grafiken vertreten.
Zu Lebzeiten hatte keine der beiden Künstlerinnen eine Ausstellung in der Galerie im Turm, die ab 1965 an prominenter Stelle als Ausstellungsraum des Verbands Bildender Künstler der DDR (VBK) diente. Die Ausstellung Träumen möchte diese Leerstelle an jenem Ort schließen, der diese beiden bedeutenden Künstlerinnen bewusst ausschloss, und schöpft hierfür aus ihren Nachlässen.
Werke aus der Sammlung des Zentrums für Kunstausstellungen der DDR und des ifa – Institut für Auslandsbeziehungen (3/5)
Eröffnung: Mittwoch, 23. September 2026, 18 Uhr
Ausstellung: 24. September – 8. November 2026
Annemirl Bauer und Bärbel Bohley im Dialog mit Werken von Christian Borchert, Jürgen Graetz, Barbara Klemm und Elske Rosenfeld
Kuratiert von Sandra Teitge und Susanne Weiß
Die sechsteilige Ausstellungsreihe Publik Machen im Jahr 2026 des ifa – Institut für Auslandsbeziehungen findet in Kooperation mit der Wüstenrot Stiftung statt. Die Ausstellungsreihe in Berlin, in Kooperation mit der ifa-Galerie Berlin, dem Schloss Biesdorf, dem Kunstverein Ost - KVOST, der Prater Galerie und der Galerie im Turm, wird durch den Hauptstadtkulturfonds gefördert.
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