Courage: Schwestern im Geiste

Prater Galerie, 04. September – 8. November 2026

Courage: Schwestern im Geiste "The continuation of endgame" von Magdalena Jetelová, 1996 © Magdalena Jetelová; Foto: Michael Lapuks

Die kommunale Prater Galerie existiert mit wenigen Unterbrechungen seit vielen Jahrzehnten in der Kastanienallee im Prenzlauer Berg. Sie wurde 1967 ins Leben gerufen, vom Bezirk Prenzlauer Berg ausgestattet und lange von Künstler:innen selbst betrieben. Die Galerie am Prater war ein wichtiger Präsentationsort der zeitgenössischen Kunst in Ost-Berlin. Zwischen den Mitarbeiter:innen des Zentrums für Kunstausstellungen der DDR (ZfK) und den Künstler:innen der Galerie am Prater bestand ein reger Austausch. Hier wurde die aktuelle Kunst betrachtet, diskutiert und für Ausstellungen des ZfK ausgewählt und angekauft, sodass es nicht verwundert, dass sich im Bestand des ZfK etliche Werke von Künstler:innen befinden, die Einzelausstellungen in der Galerie am Prater hatten. Auffällig und gleichzeitig typisch für die damalige Zeit: Künstlerische Positionen von Frauen waren unterrepräsentiert.

Mit der Ausstellung „Courage“ wird dieses Verhältnis umgekehrt: Es werden ausschließlich künstlerische Positionen von Frauen gezeigt. Im Fokus stehen Künstlerinnen, die die Gegenwart kritisch reflektierten und sichtbar Widerstand leisteten und leisten – sowohl in ihrem Privatleben als auch in ihrer Kunst. Arbeiten von Eva Vent, Gundula Schulze-Eldowy und Magdalena Jetelová aus der Sammlung des ifa werden historische und zeitgenössische Arbeiten ihrer „Schwestern im Geiste“ aus dem östlichen Europa gegenübergestellt.

Werke aus der Sammlung des Zentrums für Kunstausstellungen der DDR und des ifa – Institut für Auslandsbeziehungen (7/17)

Eröffnung: Donnerstag, 03. September 2026, 18 Uhr
Ausstellung: 04. September – 8. November 2026

Mit Werken von Yevgenia Belorusets, Christa Jeitner, Magdalena Jetelová, Lesia Pcholka, Ludmila Rusova, Luise Schröder, Gundula Schulze-Eldowy, Natalia Vatsadze, Eva Vent

Kuratiert von Lena Prents, Susanne Weiß und Katharina von Hagenow

Publik Machen

Zu Arbeit und Wirken des Zentrums für Kunstausstellungen der DDR

Die sechsteilige Ausstellungsreihe Publik Machen im Jahr 2026 des ifa – Institut für Auslandsbeziehungen findet in Kooperation mit der Wüstenrot Stiftung statt. Die Ausstellungsreihe in Berlin, in Kooperation mit der ifa-Galerie Berlin, dem Schloss Biesdorf, dem Kunstverein Ost - KVOST, der Prater Galerie und der Galerie im Turm, wird durch den Hauptstadtkulturfonds gefördert.

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